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Warst du in letzter Zeit auf einem Musikfestival?

By

Ami Ciccone

, updated on

January 26, 2022

Festivals bedeuten, in ein anderes Universum einzutauchen. Nur mit weniger Klamotten an und viel mehr Blödsinn im Kopf, als im richtigen Leben. Es ist Fakt, dass wir uns bei Festivalbesuchen an andere Regeln halten müssen – die folgenden Bilder sind der Beweis.

Das große Vorbild

Dieser Typ denkt wohl, dass er den Verkehr umleiten soll – oder er trainiert Haka-Tänze als Vorbereitung auf das Publikum beim Festival. So oder so, wir alle bewundern diese hellgrüne Bauchtausche, mit der er das Notwendigste bedeckt.

Hasen am Rasen

Playboy meets Recycling? Das könnte das Motto dieser beiden tollen Outfits sein. Vielleicht möchten die beiden Bunnies einfach nur damit angeben, wie viel Müll sie vom Boden aufgesammelt haben? Oder wie viele Getränkedosen sie zur Party mitgebracht haben?

Sie kam „for the craic“

Wir wissen nicht so genau, ob diese Lady aus Irland stammt, aber man kann nicht abstreiten, dass sie für „the craic“, also den Spaß gekommen ist. Die Hälfte der Menge interessiert sich mehr für ihren großen Auftritt, als dafür, was auf der Bühne abgeht. Also Respekt an die fliegende Frau!

Sturz in die Fluten

Es ist wie Sonnenbaden – aber eben im Regen! Diese Jungs sind fest entschlossen, sich ihre Festival-Erfahrung nicht verderben zu lassen, und nun saugen eben ihre Socken das Regenwasser auf, statt ihre Haut das Sonnenlicht.

Schlammtreten

Wer braucht schon Gummistiefel, wenn man selbstgemachte Socken hat? Wir alle haben den Trend mit dem Baumarkt-Look wohl verpasst, aber dieser Hobby-McGyver hat ihn uns definitiv nähergebracht. Ihr werdet schon sehen – nächste Saison am Laufsteg aller Designer zu bewundern!

Wo bleibt die Würde?

Zu Grimassen verzogene Gesichert und jede Menge Spaß sind absolute Priorität vieler Festival-Besucher. Scham und Anstand kann man getrost am Eingang liegen lassen. Es gibt mindestens immer eine Gruppe von Leuten, deren Look und Posen einfach nicht zur Diskussion stehen.

Was drauf steht, ist auch drin

Wo wird noch mehr mit Drogen gehandelt als im Gefängnis? Genau, auf Festivals. Und dieser Besucher hat eine ganz klare Marketingstrategie, die bestens zu funktionieren scheint.

Zeit ist Geld

Wir alle haben schon die Erfahrung gemacht, dass es ewig dauern kann, ein Zelt aufzubauen. Dieser Typ hier hat es gerne effizient, und das scheint ihm wichtiger zu sein als Komfort. Ganz ehrlich, das sieht doch ganz bequem aus!

Tanz den Po-Go!

Vorsicht: Musikfestivals sind ein Sammelplatz von wunderschönen, nackten Körperteilen. Besucher genießen die Aussicht auf eigene Gefahr – und bitte behalte deine Hände bei dir!

DISCO-Hut

Wahres Commitment zu einem Look bedeutete manchmal auch, dass man kaum atmen und nichts sehen kann, so wie bei diesem jungen Herren. Wir haben keine Ahnung, ob er essen und trinken kann, aber er sieht fantastisch aus!

Fridays for Future

Die Kids der Gen Z und Millenials sind dafür berühmt, dass sie von der Rettung unseres Planeten besessen sind. Dieses Partytier hat er vielleicht etwas zu weit getrieben. Bitte, du und der Baum, nehmt euch ein Zimmer!

Segelurlaub

Niemand hat behauptet, dass man unter Drogeneinfluss besser Floß fährt. Diese Szenen hier lassen uns eher das Gegenteil glauben. Aber es scheint trotzdem viel Spaß zu machen!

Sicherheitsgurte und Schutzbrillen

Dieser junge Mann scheint sehr zufrieden mit seinem Outfit zu sein, denn er hat Technik mit Mode verknüpft und rockt seine lächerlich übergroßen Kanye West-Brillen in Kombination mit der Kamera am Sicherheitsgürtel.

Freudenschreie

Auf Festivals zu gehen bedeutet auch, mehr Freiheiten als im richtigen Leben zu genießen. Das bedeutet, dass nicht nur hart gefeiert, sondern auch hart gef*** wird… Also neue Freundschaften geschlossen, quasi.

Beide Hände voll

Einen schweren Bollerwagen voller Habseligkeiten auf das Festivalgelände zu ziehen, fühlt sich schrecklich an. Aber das ist nichts gegen das Gefühl, wenn man all seine Sachen vom Gelände zum Parkplatz ziehen muss, nachdem der ganze Spaß vorbei ist.

Der Fluch der gestürzten Dixie-Klos

Sein Zelt direkt am Dixie-Klo aufzubauen hat einen großen Vorteil und einen großen Nachteil. Der Vorteil liegt auf der Hand. Übermüdete, zugedröhnte Festivalbesucher müssen auf dem Weg nach dem stillen Örtchen nicht erst über das ganze Gelände irren und sich dabei noch hoffnungslos verlaufen. Den Nachteil sehen wir auf diesem Bild. Wir hoffen nur, dass niemand mehr darin hockte, denn auch das soll schon vorgekommen sein. Das Umwerfen von Miettoiletten auf Rockfestivals scheint ein beliebter Sport von betrunkenen Fans zu sein.  An etwas muss man sich auf dem langen Weg von der Bühne zum eigenen Zelt schließlich festhalten.

Ein netter Hinweis

“Caution - Wet Floor”, - Vorsicht, nasser Boden ist das Schild, das uns oft am Flughafen begegnet, wenn die Bäder gewischt wurden. In diesem Fall hat ein Witzbold das Schild auf dem Weg zum Festivalgelände aufgestellt und passenderweise noch ein paar weggeworfene Stiefel dazu arrangiert, damit auch selbst die zugedröhntesten Fans merken, dass hier eine sehr tiefe Pfütze lauert. Das buchstäbliche Versinken in Schlamm- und Regenfluten ist besonders auf dem englischen Glastonbury-Festival Ende Juni gang und gäbe, da es bei diesem legendären Festival besonders oft aus Kübeln vom Himmel regnet.

Die Welt steht Kopf

Diese Festivalbesucherin hat immerhin noch ihr Gefährt, wenn sie sich schon nicht mehr laufend vorwärts bewegen kann. Und praktischerweise ist es auch noch halbvoll mit Alkohol. Da in dem Zustand, in dem sie sich befindet, ohnehin alles egal ist, kann man es auch  kurz und schmerzlos machen und sich gleich zwei Flaschen auf einmal hinter die Binde kippen. Wir hoffen nur, dass die Umstehenden nicht nur mit dem Handy draufgehalten haben, sondern sie auch zum nächsten Rettungswagen geschoben haben. Den wird sie nämlich in ihrem Zustand gebraucht haben.

Eine gute Gelegenheit

Das “Happy Coachella”, dass sich dieser Jeep auf die Heckscheibe gemalt hat, ist schon etwas verwischt. “Aus und vorbei” steht darunter mit Lippenstift geschrieben. Die Besatzung des Jeeps befindet sich offensichtlich bereits auf dem Rückweg des jährlich stattfindenden Musikfestivals für Alternative Bands, bei dem sich auch gerne Hollywoodstars unter das Publikum mischen. Die blonde Beifahrerin scheint den Begriff “Aus und vorbei” jedoch etwas zu wörtlich genommen haben. Doch was will sie auch machen, wenn ihr Beförderungsmittel in einem Hundert-Kilometer-Stau feststeckt? Augen zu und durch.

Die Khaleesi aller Musikfestivals

Diese Lady hat sicherlich schon mehrere Musikfestivals mitgemacht, denn hat sich nicht nur die perfekten Treter angezogen, mit denen sie ohne Probleme und Blasen durch den Wüstensand laufen kann, sie hat ihr knappes Ballettoutfit auch noch farblich auf “Burning Man” und Sonnenuntergang abgestimmt. Noch dazu hat sie den entschlossenen Blick von Daenerys Targaryen einstudiert. Einfach perfekt. Die Regisseure und Ausstatter von “Game of Thrones” hätten es nicht besser gekonnt!

Der Weißbrot-Mann

Wenn die eigene Kleidung nach drei Tagen Festival getränkt mit Schweiß, Alkohol und Schlimmerem ist, hilft nur die eigene Kreativität weiter, um nicht in Unterhosen über das Gelände tanzen zu müssen. Obwohl es auch das immer wieder gibt. Dieser Brotfan hat seinen Hunger offensichtlich schon mit flüssigen Nahrungsmitteln gestillt und hat festgestellt, dass er viel zu viel Brot mitgebracht hat. Ob das Outfit aus Teig warm hält ist dabei Nebensache. Wenn es zu Halloween schon ausgehöhlte Kürbisse gibt, warum sollte es bei Rock am Ring keine ausgehöhlten Brotlaibe geben? Und wenn der kleine Hunger kommt, muss man sich auch nicht erst durch die Menge zum nächsten Snackstand quälen.

Ein T-Wrack

Ein Open Air-Festival ist immer eine tolle Gelegenheit, witzige Kulissen zu inszenieren, um mit Fotos dann auch auf Social Media Vibes wiederzugeben, die auf dem Musikfest vorherrschen. In diesem Fall war ein aufblasbarer T-Rex willkommenes Fotomodell und schlürft die Alkoholreste aus dem Eimer, so wie wahrscheinlich einige seiner menschlichen Zeitgenossen auch. Allerdings ist mit übermäßigem Alkoholgenuss auf Open Air-Festivals nicht zu spassen. Nicht jedermann ist trinkfest, und verantwortungsbewusste Veranstalter werden es nicht versäumen, die Besucher mit Schildern auf die Gefahren des Komasaufens hinzuweisen. Inzwischen ist es auch Pflicht, Rettungswagen oder gleich einen ganzen Sanitätsbus vor Ort zu haben, wo sich Feiernde auf ihre Promille hin testen lassen können.

Immer Kleingeld dabei

Vorfreude ist die schönste Freude. Wahrscheinlich hat diese junge Dame tagelang an ihrem kreativen Top aus Münzen und Draht gebastelt und es mit einfachsten Mitteln zu einem coolen Outfit kombiniert. Das Top entblößt zwar mehr, als es verhüllt. Doch auf einem Musikfestival wie dem “Burning Man” kann die Kleidung nie zu knapp sein. Die Münzen könnten höchstens mit dem Körperschweiß chemisch reagieren und etwas rosten. Doch darauf wird bei der hübschen Dame garantiert niemand achten.

Open Air-Katerwäsche

An den Dixie-Klos spielen sich auf jedem Festival spannende Szenen ab. Oft werden sie spätestens am dritten Tag von randalierenden Fans umgestoßen. In diesem Fall gibt es jedoch zivilisierte Festivalbesucher, die sich an einem improvisierten Waschtisch für die Morgenwäsche eingefunden haben. Wenn schon der ganze Körper nach Sex, Drugs & Rock’n Roll ausdünstet, hilft das Zähneputzen doch wenigstens, den ekligen Wodka-O-Geschmack aus dem Mund zu bekommen. An der frischen Luft wird aus dem fiesen Kater schließlich ein zahmes Kätzchen, und der nächste Festivaltag kann kommen.

Zu allem entschlossen

Das Zelt ist aufgebaut, die Sonnenbrille sitzt, und die Gummistiefel sind noch sauber. Jetzt kann der Spaß kommen. Diese kleine Gruppe von Festivalbesuchern sieht noch ziemlich nüchtern aus und ist vielleicht auch gerade erst auf dem Festivalgelände angekommen. Zumindest die beiden Mädchen wissen jedoch, was es für ein Musikfestival an Ausrüstung braucht, nämlich erstens: wenig Klamotten am Leib, denn in der Menge ist es auch bei kühleren Temperaturen immer heiß. Und beim Tanzen kommt man ohnehin schnell ins Schwitzen. Und zweitens, einen willigen Typen, der bereit ist, einen auf die Schultern zu hieven, damit der Lieblingsstar einen auch sieht.

Travolta kann es auch nicht besser

Dieser Disco Dad hat sich für seine Lieblingsband besonders herausgeputzt und schwingt hier seine Hüften in allerfeinster Travolta-Pose. Selbst, wenn die Bühne weit weg ist, werden die Musiker die in der Sonne glitzernde, tanzende Kugel sicherlich entdecken und wissen, dass sie hier einen Megafan im Publikum haben, der aus der Masse buchstäblich heraussticht. Oft wissen Bands, die jahrelang auf Tour sind ja gar nicht mehr, in welcher Stadt sie sich gerade befinden, da sie oft noch in der Nacht zum nächsten Veranstaltungsort gebracht werden. Diesen sympathischen Fan dürfte jedoch keine Band so schnell vergessen.

Gott ist gut

Das “Burning Man”-Festival ist bekannt dafür, mit äußerst kreativen Einfällen zu verblüffen. Die Macher des Musikfestes wissen, dass die Fans nicht nur wegen der Bands in die Wüste pilgern, sondern auch einen spirituellen Ort suchen, um sich selbst zu finden, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen - oder einfach nur eine gute Zeit zu haben. Der direkte Draht zu Gott gab die perfekte Kulisse für dieses tolle Foto ab. Ob die lächelnde, junge Dame vom Allvater wirklich eine Antwort auf die großen Fragen des Universums erhalten hat, wissen wir nicht. Vielleicht ist sie aber auch nur glücklich, mal wieder einen altmodischen Telefonhörer in der Hand zu halten.

Geflasht

Wow! Was ist das da für ein rundes, spaciges Ding, mag sich die junge Dame auf dem Foto denken. Ist das die Bühne? Nein, da ist ja keine Band. Aber ich höre doch Musik. Wo kommt die denn her? Aus dem All? Ich hab’s. Es ist ein senkrechtes UFO, das sich gleich öffnet und mich mitnimmt. Das muss es sein. Genauso habe ich es mir immer vorgestellt. Hey, Aliens! Ich bin hier, seht ihr? Ich bin breit, will sagen bereit für die intergalaktische Reise. Vergesst mich nicht auf eurem Trip. Wow, ich kann mich telepathisch mit Aliens unterhalten. Ist das genial, oder was?

Ins Gras beißen

Es ist der letzte Festivaltag. Nur eben die Zeit am Nachmittag überbrücken, bis am Abend die Lieblingsband auf die Bühne geht. Er kommt benommen aus dem Zelt, den Festivalplaner fest in der Hand. Der ist wichtig. Da stehen alle Uhrzeiten drin. Autsch, der verdammte Hering! Er weiß nicht mehr, wie oft er hier über diese blöde Zeltschnur gestolpert bin. Ist auch egal. Der Boden ist schön weich, das Gras mit Wodka und Whiskey getränkt. Er glaubt, er entwickelt langsam übersinnliche Kräfte. Er kann nämlich hören, wie die Würmer in der Erde miteinander flüstern. Hoffentlich weckt ihn jemand, wenn das Hauptprogramm startet.

Festival-Philosophie

Sauber, nüchtern und voller guter Vorsätze sind sie hergekommen. Tausende von Musikfans wälzen sich über die Zufahrtsstrasse und warten geduldig in der Schlange, um ihre Lieblingsbands oder Djs zu sehen und sich ins Abenteuer zu stürzen. In einigen Autos wird schon vorgeglüht, - entweder auf flüssige Art und Weise oder mit Rauchwerk. Noch wissen die Festivalbesucher nicht, um wie viele Erfahrungen reicher sie den Platz in drei Tagen verlassen werden. Alle sind sie bewaffnet mit einem Paar Gummistiefeln, einem sauberen Handtuch und der Devise “Keine Panik”, - was kann also schon passieren?

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