
Pekinese

Diese Hunderasse geht auf das chinesische Königshaus zurück, die kleinen Hunde wurden als Schoßhunde gezüchtet und waren ausschließlich dem Adel vorbehalten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die kleinen Vierbeiner selbst denken, dass ihnen der Thron gehört und sich auch entsprechend benehmen. Pekinesen gelten als überaus stur, willensstark und eigensinnig. In falschen Händen kann aus den kleinen Fellknäulen schnell ein bissiger Kläffer werden. Auch Fremden gegenüber sind die chinesischen Hunde abgeneigt bis aggressiv.
Dank einer strengen, liebevollen Erziehung kann aus einem Pekinese aber auch ein toller Familienhund werden, der sich eng an seine Besitzer bindet. Dennoch darf man ihm niemals die Oberhand lassen.
Afghanischer Windhund

Diese großen, schlanken Vierbeiner ziehen durch ihre Eleganz alle Blicke auf sich. Und das nicht nur mit ihrer Statur, sondern auch mit dem langen, seidig glänzenden Fell. Die Rasse der afghanischen Windhunde geht bis auf die Zeit der Ägypter zurück. Obgleich die Hunde aussehen, als dass sie neben Pharaonen Wache standen, wurden die Vierbeiner als Jäger auf Gazellen und Hasen eingesetzt.
Wer sich einen Afghanen zulegt, muss sportlich sein, denn die schlanken Riesen brauchen enorm viel Bewegung und Auslauf. Der Hund liebt es außerdem, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen und bindet sich eng an sein Herrchen, alleine im Garten gelassen zu werden, wird einen afghanischen Windhund sehr unglücklich machen.
Sibirischer Husky

Huskies kommen ursprünglich aus kalten Gefilden und sollten auch heutzutage in kühlen Regionen gehalten werden. Die Hunde wurden schon im frühen 20. Jahrhundert als Schlittenhunde eingesetzt, es liegt in ihrer Natur, ausdauernd mehrere Meilen zurückzulegen. Des Weiteren sind Huskies ausgeprägte Rudeltiere, die sich durch Heulen und Bellen verständigen.
Wer sich also so einen Vierbeiner zulegen möchte, muss sich im Klaren darüber sein, dass die Sibirer enorm viel Auslauf brauchen, am besten beim Joggen oder Fahrradfahren. Ein gelangweilter Husky neigt dazu, alles kaputt zu machen, was ihm in die Quere kommt. Ihr Jagdtrieb ist ebenfalls stark vorhanden, daher sollten Huskies nicht mit Katzen oder anderen Kleintieren zusammen gehalten werden.
Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback fällt durch seinen Kamm aufgestellter Haare auf dem Rücken auf, der entgegengesetzt des restlichen Fells wächst. Ursprünglich wurden diese starken, rotbraunen Hunde als Schutzhunde gegen Löwen eingesetzt. Der Charakter dieser Vierbeiner zeichnet sich demnach besonders durch Mut, Willensstärke und Eigensinn aus. Ein Rhodesian Ridgeback ist intelligent und wachsam und unterwirft sich nur äußerst ungern. Daher ist diese Rasse auch nicht für Erstbesitzer geeignet. Erfahrung, Disziplin und Durchsetzungsvermögen sind gefragt, um einen Rhodesian Ridgeback ordentlich zu erziehen. Gelingt dies, hat man einen tollen Wachhund an seiner Seite, der einen immer beschützen wird. Dennoch sind es eher unabhängige Hunde, die einen stets aufs Neue herausfordern werden.
Brasilianischer Mastiff

Allein rein optisch ist erkennbar, dass mit diesen Vierbeinern nicht zu spaßen ist. Der aus Südamerika stammende Mastiff kann etliche Kilogramm auf die Waage bringen, er ist kräftig, stark und stämmig. Ebenso typisch für Mastiff-verwandte Rassen ist die faltige Haut, aufgrund ihrer langen Fänge neigen diese Hunde auch besonders zum Sabbern.
Der Brasilianische Mastiff wurde ursprünglich als Jagdhund eingesetzt, was besonders den Charakter dieser Tiere prägt. Sie gelten als absolute Alphatiere, die unabhängig und eigensinnig sind, daher ist es unabdingbar, bereits im frühen Alter mit einer konsequenten Erziehung zu beginnen. Ein Mastiff ist nichts für Erstbesitzern, da er aufgrund seiner Größe in den falschen Händen zur Gefahr werden kann.
Border Collie

Die schwarz-weißen Hütehunde mit dem langen Fell und dem freundlichen Gesicht lieben Action! Die Vierbeiner strotzen vor Energie und nicht selten auch vor Hyperaktivität. Wer sich also einen Border Collie ins Haus holt, sollte Sport lieben! Die Vierbeiner müssen nämlich unbedingt ausgepowert werden und brauchen auch dringend geistige Beschäftigung. So freundlich und verspielt wie sie sind, so zerstörerisch und verhaltensgestört können sie werden, sollten sie sich langweilen oder unterfordert fühlen.
Besonders im Umgang mit Kindern sind Border Collies jedoch tolle Tiere, da sie geduldig und liebevoll sind, die dauerhafte Beschäftigung wird beiden gut tun. Ein Border Collie kann eine tolle Bereicherung für die ganze Familie sein!
Weimaraner

Wie der Name bereits verrät, stammen diese Hunde aus dem alten Weimar und wurden hauptsächlich zur Jagd auf Großwild, wie Hirsche und Bären, eingesetzt. Dieser Hund ist mutig, eigenständig und intelligent und folgt mit seinem ausgeprägten Geruchssinn jeder Spur. Daher sind diese Tiere auch heute noch am besten in den Händen eines Jägers aufgehoben, der den Jagdtrieb unter Kontrolle bringt und der Natur der Rasse gerecht werden kann.
Optisch sind Weimaraner edle Hunde, ihr kurzes Fell schimmert silbergrau, die Statur ist groß, schlank und sportlich. Sie brauchen viel Auslauf und Beschäftigung, als sensible Hunde brauchen sie aber vor allem Gesellschaft, denn Weimaraner werden nicht gern allein gelassen.
Bullterrier

Der Bullterrier war in früheren Jahren ein beliebter Werbehund, manche kennen ihn vielleicht als Mackenzie aus der Budweiser-Bier Werbung. Die mittelgroßen, stämmigen Hunde sind für ihren langen Kopf mit der gewölbten Nase und den kleinen Augen bekannt, außerdem haben sie aufrecht stehende, große Fledermausohren. Bullterrier sind intelligente und freundliche Wesen, die gerne spielen und toben.
Theoretisch eignen sie sich dadurch auch als Familienhund, allerdings gehören Bullterrier trotzdem nicht in die Hände von Erstbesitzern. Sie brauchen viel Auslauf und mentale Beschäftigung, um ordentlich ausgelastet zu sein, Langeweile kann sich unter anderem in zerstörerischem Verhalten äußern. Die Vierbeiner sind außerdem enorm kräftig, besonders ihr Gebiss kann großen Schaden anrichten.
Französische Bulldogge

Diese Hunderasse hat sich in den letzten Jahren geradezu zum “Modehund” entwickelt. Die französische Bulldogge, auch “Frenchie” genannt, fällt mit ihrem zerknautschten Gesicht und den großen Ohren auf. Die Vierbeiner eignen sich perfekt für alle Hundeliebhaber, die nicht viel Wert auf körperliche Aktivität legen, denn Frenchies brauchen nicht viel Auslauf. Da die Rasse als brachycephal gilt, können sie ihre Körpertemperatur nicht richtig selbst regeln, auch die Atmung fällt etwas schwerer.
Aufgrund ihrer Anfälligkeit für Krankheiten gehören französische Bulldoggen in erfahrene Hände, sie brauchen viel Aufmerksamkeit und Kuscheleinheiten. Dennoch erfordert es eine konsequente Erziehung, da sie sehr dominant und eigensinnig sein können.
Kaukasischer Owtscharka

Wir haben es hier vermutlich mit einem der unabhängigsten Hunderassen überhaupt zu tun. Der Owtscharka wurde in den Gebirgen des Kaukasus als Schäferhund eingesetzt, um die Tierherden vor Wölfen zu schützen. Diese Hunde sind mutig, unerschrocken, willensstark und eigenständig. Ihre Erscheinung ist kräftig, das dicke, doppelte Fell schützt vor Kälte und rauem Wind.
Der Owtscharka ist ein wahrer Einzelgänger, was es besonders schwer macht, ihn zu erziehen. Daher eignet sich diese Rasse auch keinesfalls für Anfänger. Selbst erfahrene Hundehalter werden bei diesem Vierbeiner an ihre Grenzen kommen, auch bei tadelloser Erziehung wird der Owtscharka immer versuchen, seine Unabhängigkeit und eigenen Willen zu wahren. Er bindet sich nicht eng an Menschen.
Catahoula Leopard Hund

Der außergewöhnliche Name dieser Rasse geht auf die indianischen Naturvölker des heutigen Bundesstaats Louisiana zurück, die diesen Hund als Jagd-und Schutzhunde einsetzten. Auch später wurde der Catahoula Leopard Hund auf Farmen und Höfen im Norden Louisianas eingesetzt, hauptsächlich als Arbeitshund. Dem ist auch heute noch so, die nordamerikanischen Vierbeiner sind zudem wenig in Europa verbreitet.
Die mehrfarbig gepunkteten, gefleckten Hunde sind eigensinnig und selbstständig, ihr Arbeitseinsatz verlangt Ausdauer, Robustheit und Unabhängigkeit. Deswegen eignen sie sich auch nicht als Anfängerhund, denn der Catahoula Leopard übernimmt gerne die Führung. Sein Besitzer muss deswegen deutlich zeigen, wer das Alphatier ist und dem Hund genügend Beschäftigung bieten.
Presa Canario

Dieser spanische Vierbeiner stammt von den Kanaren und wurde ursprünglich als Hüte-und Schutzhund eingesetzt. Dabei bewachte der Presa Canario seine Tierherden und verjagte Raubtiere, im Notfall tötete er sie sogar. Daraus lässt sich ein äußert territorialer und jagdgetriebener Charakter schließen, diese Hunde sind unabhängig, eigenständig und kompromisslos. Spätestens jetzt sollte einem auffallen, dass ein Presa Canario nichts für Anfänger ist, die Rasse braucht strenges und konsequentes Training, beginnend im frühen Welpenalter. Sein Besitzer muss sich seiner Alpharolle bewusst sein und das Tier jeden Tag aufs Neue herausfordern, ansonsten gerät der spanische Vierbeiner außer Kontrolle. Bei der Größe und Kraft, die ein Presa mitbringt, keine ungefährliche Angelegenheit!
Skye Terrier

Dieser kleine Schotte stammt von der Insel Skye und war in früheren Jahren vor allem dem Adel vorbehalten. Als Schoßhund begeisterte er zunächst Königin Viktoria und schließlich auch adelige Hofdamen. Der Terrier eignet sich außerdem zur Jagd auf Kleinwild.
Terrier sind nicht ohne, denn sie sind stur, aktiv und frech. Skye Terrier lieben es zu buddeln, zu kläffen und zu jagen, sie brauchen besonders viel Bewegung und Beschäftigung. Die kleinen Vierbeiner besitzen außerdem ein pflegeintensives, langes Fell, das jeden Tag entwirrt werden muss. Schafft man es, diese kleinen Hunde ordentlich zu erziehen, hat man einen neugierigen und loyalen Freund an seiner Seite, der einem viel Spaß bereiten wird.
Dackel

Dackel wurden ursprünglich zur Jagd auf Kleinwild, insbesondere Dachse gezüchtet. Die Vierbeiner sind klein, flink und unerschrocken und folgen ihrer Beute sogar in die Dachsbauten hinterher, um sie aufzuscheuchen und jagen zu können. Daher gelten Dackel als besonders mutig, angriffslustig und intelligent.
Ihr niedliches Gesicht, das nicht umsonst den Begriff “Dackelblick” geprägt hat, darf einen jedoch nicht erweichen. Dackel brauchen eine strenge Hand und eine gute Erziehung, denn ihr stark ausgeprägter Jagdtrieb kann schnell in falsche Bahnen geraten. Außerdem neigen unterforderte Dackel zu aggressivem Verhalten und Zerstörungswut. Bietet man dem Vierbeiner jedoch genug Beschäftigung, bereichern sie einem mit Neugierde und Spaß den Alltag.
Australischer Schäferhund

Rein optisch gehört der Schäferhund garantiert zu den Lieblingshunden vieler Menschen, denn diese Vierbeiner besitzen langes, mehrfarbiges Fell, ein freundliches Gesicht und oftmals blaue Augen. Diese Hunde-Schönheit aus Australien wird bis heute als Hütehund für Schafherden eingesetzt und ist aufgeweckt, intelligent und selbstständig.
Aussies, wie sie auch genannt werden, sind tolle Familienhunde, da sie geduldig und verspielt sind und sich gerne beschäftigen. Im Umgang mit Kindern werden sie stets Unterhaltung finden. Sie sind treue, spaßige Begleiter im Leben. Dennoch muss man einem australischen Schäferhund viel Auslauf und Bewegung bieten, damit sie ihre Energie loswerden können. Ein unterforderter Aussie neigt zu Verhaltensstörungen.
Dobermann

Der Dobermann wurde ursprünglich von einem deutschen Steuereintreiber als Schutzhund verwendet, der Eindruck schinden und Angst einjagen sollte. Nicht ganz zu unrecht, denn die großen, schwarzen Hunde bieten mit ihrem strengen Blick und den aufgestellten Ohren durchaus einen einschüchternden Anblick. Dabei ist das Wesen eines Dobermanns ruhig und anhänglich, diese Hunde binden sich eng an ihren Besitzer und können nicht gut alleine sein.
Dennoch gehören sie nur in erfahrene Hände, denn die ausgeprägte Dominanz des Dobermanns muss unbedingt unterbunden werden. Dieser große Vierbeiner braucht täglich geistige Beschäftigung sowie ausreichend Bewegung. Ein unerzogener Dobermann kann aufgrund seiner Größe und Stärke großen Schaden anrichten!
Shar Pei

Diese unbekannte Hunderasse stammt aus dem alten China und geht bereits auf 200 v. Christus zurück. Der Shar Pei fällt besonders durch sein Aussehen auf, er hat sehr faltige Haut und kleine Ohren. Das faltige Fell benötigt viel Pflege, da sich sonst Hautinfektionen bilden können.
Der Shar Pei sieht nicht nur speziell aus, sondern hat auch einen sehr eigenwilligen Charakter. Die chinesischen Vierbeiner sind besonders unabhängig, eigenwillig und intelligent, was ein Zusammenleben mit Menschen schwierig macht. Es handelt sich hierbei keinesfalls um Kuschel- oder Familienhunde. Wer sich einen Shar Pei zulegen möchte, braucht Erfahrung und einen guten Hundecoach, denn es wird nicht leicht sein, die Dominanz und Unabhängigkeit dieses Hundes abzutrainieren.
Belgischer Schäferhund

Der belgische Schäferhund ähnelt in vielen Merkmalen dem deutschen Schäferhund, einzig seine Wurzeln gehen auf belgische Kreuzungen zurück. Schäferhunde sind, wie der Name schon sagt, ursprünglich als Hütehunde eingesetzt worden. Ihr Wesen strotzt vor Neugier, Lernbereitschaft und Energie. Deswegen eignen sich diese Vierbeiner besonders gut als Polizeihunde, beim Zoll oder auch im Militär.
Die schwarz-braunen Hunde binden sich eng an ihren Besitzer und zeigen großen Willen, neue Dinge zu erlernen. Sie bereiten ihrem Herrchen viel Spaß und sind treue Begleiter im Alltag. Zurecht fordern Schäferhunde ausreichend Beschäftigung und Auslauf, der unterforderte Vierbeiner wird nicht nur unglücklich, sondern neigt auch dazu, Dinge zu zerstören.
Dogo Argentino

Wie alle Doggen-Arten ist auch der Dogo Argentino von großer, kräftiger Statur. Das Muskelpaket besitzt einen großen Kopf, kleine Augen und reinweißes Fell. Ursprünglich wurde diese südamerikanische Rasse als Jagdhunde auf Großwild gezüchtet, sie nahmen es sogar mit Pumas auf. Der Mensch nutzte die mutigen und willensstarken Hunde leider auch für Hundekämpfe, weshalb die Rasse in vielen Ländern verboten wird.
Eigentlich besitzt der Dogo Argentino jedoch ein ruhiges Gemüt, er ist anhänglich und geduldig, lernwillig und freundlich. Bei konsequentem und liebevollem Training kann man einen Dogo Argentino sogar als Familienhund halten. Vorausgesetzt, er bekommt genügend Auslauf und Beschäftigung, denn die Vierbeiner strotzen vor Energie und Intelligenz.
Cane Corso

Diese italienische Mastiff-Art kann bis zu 50 Kilogramm auf die Waage bringen und verfügt über eine kräftige Statur. Der Cane Corso wurde schon im alten Italien als Arbeitstier eingesetzt, er kam als Wach-, Treib- und Herdenschutzhund zum Einsatz. Das macht diese Vierbeiner so unabhängig, eigenständig und arbeitswillig. Der Cane Corso braucht viel Beschäftigung und Auslauf, denn er hat besonders viel Energie.
Doch nicht nur deswegen eignet sich der dominante Italiener nicht für Hundeanfänger, auch sein Sturkopf und die herausfordernde Intelligenz brauchen Erfahrung und eine konsequente Hand. Gelingt einem dies jedoch, hat man einen sehr treuen Vierbeiner an seiner Seite, der einen stets beschützen wird.
Boerboel

Diese Hunde sind keine sonderlich bekannte Rasse, dabei gehen sie schon auf das Jahr 1800 zurück, als sie in Südafrika als Schutzhunde verwendet wurden. Durch ihre große, kräftige Statur waren sie unter anderem ideale Wachhunde von Diamantminen, sie wurden außerdem als Arbeitstiere eingesetzt. Der Boerboel ist nicht nur von seiner Statur her robust, auch sein Charakter weist Mut, Unabhängigkeit und einen starken Beschützerinstinkt auf. Sie sind kompromisslose Hunde, die sich weder mit Artgenossen, noch mit Fremden verstehen.
Wer sich eine Boerboel zulegen möchte, braucht unbedingt erfahren und muss sich dem Tier mit Dominanz und Konsequenz durchsetzen können. Gelingt dies, hat man einen treuen und loyalen Begleiter an seiner Seite.
Rottweiler

Diese Rasse ist leider immer noch negativ mit Kampfhunde-Klischees behaftet, dabei sind Rottweiler keinesfalls aggressive Tiere. Im Gegenteil, das Wesen dieser schwarz-braunen Muskelpakete ist eher ruhig und anhänglich, aufmerksam und lernwillig. Dennoch haben diese Tiere einen starken Beschützerinstinkt, der bei mangelnder Erziehung fehlgeleitet werden kann.
Rottweiler, die vermutlich ihren Ursprung in der deutschen Stadt Rottweil haben, eignen sich perfekt als Polizei-, Militär- oder Therapiehunde. Ihre Lernbereitschaft und hohe Aufmerksamkeit machen es regelrecht zum Vergnügen, diese Vierbeiner zu erziehen. Trotzdem ist Konsequenz gefragt, denn mit ihrer Masse und ihrem Gewicht können sie im Zweifelsfall großen Schaden anrichten. Diese Hunde binden sich eng an ihren Besitzer und sind ein treuer Begleiter im Alltag.
Tosa

Auch dem Tosa haftet immer noch ein Kampfhunde-Image an, denn diese Hunderasse wurde bei blutigen Hundekämpfen eingesetzt. Aufgrund dessen sind sie in vielen Ländern als Listenhunde geführt.
Der Tosa geht bis ins 14. Jahrhundert Japans zurück, bereits damals wurden die Tiere für Kämpfe eingesetzt. Die Rasse weist Kreuzungen von Mastiffs, Bulldoggen und Doggen auf, was die große, kräftig muskulöse Statur erklärt. Mit einem Tosa, der nicht richtig sozialisiert wurde, ist nicht zu spaßen.
Dennoch sind diese goldbraunen Vierbeiner gut erziehbar, denn sie wollen gefallen und sind sehr lernbereit. Aufgrund ihres Stursinns und alleine wegen der Größe sollten sie nur in erfahrene Hände.
Jack Russell Terrier

Diese Rasse ist nicht nur sehr bekannt, sondern auch besonders beliebt. Jack Russell Terrier sind wahre Energiebündel, die stets Flausen im Kopf haben und ihre Besitzer zum Lachen bringen. Das kann einem, bei mangelnder Erziehung, aber auch schnell vergehen. Terrier sind bekannt dafür, gerne zu buddeln, zu kläffen und vor allem ihrem ausgeprägten Jagdinstinkt nachzugehen.
Außerdem brauchen diese kleinen Vierbeiner enorm viel Bewegung und geistige Beschäftigung, sie eignen sich ideal als Hunde für Agility-Sport oder Trick-Dogging. Ein ausgelasteter Jack Russel ist ein aufgeweckter, neugieriger Begleiter, mit dem man viel Spaß hat. Langweilt sich der braun-weiß gefleckte Hund jedoch, wird er zerstörerisch und neigt zu Verhaltensstörungen.
Berner Sennenhund

Diese Vierbeiner haben geradezu einen Kuschelbär-Charakter, sie sind gutmütig, geduldig und liebevoll. Der Berner Sennenhund kommt ursprünglich aus der Schweiz, sein dickes, doppeltes Fell schützt ihn vor Schnee und Kälte. Die Hunde werden in den Bergen als Wach- und Rettungshunde eingesetzt, sie eignen sich aber auch besonders toll als Familienhunde.
Denn die großen Vierbeiner sind eher von ruhigem und langsamen Gemüt, die sich besonders gut mit Kindern verstehen und gerne gekuschelt werden. Sie sind wach- und aufmerksam und geben tolle Begleithunde ab. Leider wird man mit einem Berner Sennenhund nicht alt, da die Rasse sehr krebsanfällig ist, erreichen die Vierbeiner oftmals nur ein Lebensalter von acht Jahren.
Pitbull

Es ist geradezu eine Schande, dass Menschen diese hübschen Vierbeiner für Tierkämpfe benutzen, im 19. Jahrhundert wurden sie sogar im Gefecht gegen Bullen eingesetzt, später für den blutigen Hundekampf. Aus diesem Grund gelten sie als besonders aggressiv und sind in vielen Ländern sogar verboten.
Dabei kann ein Pitbull bei richtiger Erziehung sogar einen tollen Familienhund abgeben, der sich wunderbar mit Kindern versteht. Ihr Wesen ist sanft und freundlich, aufgeweckt und lernwillig. Sie sind treue Begleiter im Alltag und gehen eine enge Beziehung mit ihren Besitzern ein. Konsequenz und eine strenge Führung sind dennoch unabdingbar, denn der Pitbull ist ein ordentliches Muskelpaket, das vor allem im Kiefer seine größte Kraft besitzt.
Wolfshund

Diese Rasse ist tatsächlich eine Kreuzung aus Haushund und Wolf, dabei kann sich der Charakter je nach Verteilung sehr unterschiedlich ausprägen. Daher ist es schwierig, ein Profil über diese Rasse zu erstellen, da jeder Hund sehr unterschiedlich ist. Je höher der Wolfsanteil, desto schwieriger wird es, diesen Vierbeiner überhaupt zu domestizieren. Wolfshunde sind weder Familien-, noch Wachhunde, sie sind Einzelgänger, die unabhängig sind und sich vor Fremden und Artgenossen eher zurückziehen. Außerdem besitzen sie einen starken Jagdinstinkt, Kleintiere wie Katzen können somit leicht zur Beute werden. Wer sich wirklich einen Wolfshund zulegen möchte, braucht viel Platz, Geduld und viel Energie, um den Vierbeiner ausreichend zu beschäftigen und erziehen zu können.
Deutscher Schäferhund

Wie der Name bereits erkennen lässt, wurden diese Hunde zum Hüten und Treiben von Schafherden verwendet, sie wurden 1899 in Deutschland entdeckt. Die braun-schwarzen Tiere mit dem flauschigen Fell, den aufgestellten Ohren und dem aufmerksamen Blick sind besonders wissbegierig und lernwillig. Es gibt nahezu nichts, was man einem Schäferhund nicht beibringen kann, er ist ausgesprochen intelligent und möchte seinem Besitzer stets gefallen.
Daher eignen sich diese Vierbeiner auch nicht für Anfänger, da man sie sehr viel beschäftigen muss und sich jeden Tag etwas Neues einfallen lassen muss. Es macht sie jedoch zu tollen Arbeitshunden, der deutsche Schäferhund ist nicht ohne Grund die klassische Wahl für die K-9 Polizeistaffel.
Greyhound

Seine Statur ist geradezu aerodynamisch, dieser Hund ist schlank, sportlich und vor allem schnell! Der Greyhound ist eine Art der Windhunde und gehört zu den ältesten Hunderassen der Welt, sein Ursprung soll schon auf das alte Ägypten zurückgehen. In Europa erfreute sich vor allem der englische Adel an den schnellen Hunden und setzte sie zur Jagd auf Kleinwild ein.
Der Greyhound braucht eine konsequente Erziehung, um den Jagdinstinkt im Griff zu behalten, ansonsten werden auch Katzen oder schlimmstenfalls Kleinkinder zur Beute. Bei genügend Auslastung und guter Erziehung sind diese Hunde jedoch verschmuste Zeitgenossen, die sich eng an ihren Besitzer binden und auch gerne faul auf der Couch herumliegen.
Bullmastiff

Der Bullmastiff ist eine bekannte Mastiff-Rasse, diese Hunde sind groß, kräftig und bullig. Sie neigen zu faltiger Haut und langen Lefzen, wodurch sie besonders viel sabbern. Seit 1860 wurde sie in England zum Schutz der Viehherden vor Wilderern eingesetzt. Sie sind mutig, robust und wachsam. Ihr Gemüt ist sanft und liebenswert, die Hunde neigen zu ruhigem und entspannten Verhalten.
Dadurch eignen sie sich sogar toll als Familienhunde, da sie sich eng an ihre Besitzer binden und sie stets bewachen und beschützen werden. Einzig ihr Sturkopf und die Eigensinnigkeit des Bullmastiffs können zu einer erzieherischen Herausforderung werden, auch sind diese Vierbeiner bekannt dafür, sich nicht mit anderen Artgenossen zu verstehen.