Arcadia war sehr müde. Das Alter machte ihr zu schaffen. Sie hatte nicht mehr so viel Energie, wie früher einmal. Oft erinnerte sich an die Tage, an denen sie hart arbeiten musste, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Aber jetzt gab es oft Tage, an denen sie kaum noch aus dem Bett kam. Sie konnte aber auch nicht einfach aufhören zu arbeiten. Wie sollte sie sonst genug Geld zum Überleben auftreiben? So kam es schließlich, dass sie einen Job als Putzfrau bekam. Es war ein ziemlich großes Haus, aber das bedeutete nur, dass man sie gut bezahlen würde.
Eine schwierige Situation

Arcadia lebte bereits seit einiger Zeit von ihren Ersparnissen. Nachdem sie zuvor eine sichere Stelle hatte, in der sie über 20 Jahre beschäftigt war, arbeitete sie zuletzt eher kleinere Jobs, mit denen sie sich kaum über Wasser halten konnte. Schließlich musste Arcadia auch diese schlecht bezahlten Jobs aufgeben, da sie gefühlt jeden Tag schwächer und älter wurde.
Ihre Knochen schmerzten, ihr Appetit ließ nach und oft schaffte sie es kaum, aus dem Bett aufzustehen. Nachdem sie keinen festen Job mehr hatte, lebte Arcadia lange Zeit von ihren Ersparnissen, und musste deshalb noch sparsamer mit ihrem Geld umgehen, als sie es ohnehin schon tat.
Geldsorgen

Nachdem Arcadia einige Jahre von ihren Ersparnissen leben konnte, wurde das Geld immer knapper und die alte Dame befürchtete, dass ihr über all die Jahre hart erarbeitetes Erspartes bald zur Neige gehen würde. Hinzu kam die Tatsache, dass sich Arcadi in den drei Jahren, in denen sie zu Hause blieb erholen konnte von der harten Arbeit, die sie zuvor ihr ganzes Leben lang betreiben musste.
Sie fasste also einen Entschluss: Ein allerletztes mal würde sie sich nach einem Job umschauen und nochmal alles geben, ehe sie in mit den Einnahmen aus diesem Job in den wohlverdienten Ruhestand gehen würde.
Jobbörsen durchforsten

Arcadia schnappte sich also die lokale Tageszeitung und scannte durch die Jobinserate. Gute drei Tageszeitungen später fand die alte Dame schließlich tatsächlich einen Job, der wie auf sie zugeschnitten wirkte. Eine Hausherrin, die erst kürzlich in eine große Villa am Stadtrand gezogen war brauchte ein Dienstmädchen, dass Reinigungsaufgaben in dem Haus übernahm.
So weit so gut, Arcadia hatte ihr gesamtes Leben gefühlt nichts anderes gemacht. Als sie einen Blick auf die Bezahlung warf, verschlug es allerdings wirklich die Sprache. So viel Geld für eine so simple Reinigungstätigkeit. Das wirkte fast zu gut um wahr zu sein. Arcadia wollte allerdings nichts unversucht lassen und griff sofort zum Hörer, um ein Vorstellungsgespräch zu vereinbaren.
Willkommen an Board

Zu ihrer Überraschung war die Frau am anderen Ende der Leitung überhaupt gar nicht an einem Vorstellungsgespräch interessiert. Als Arcadia damit fertig war, sich vorzustellen sagte die Hausherrin sofort zu ohne weitere Fragen zu stellen. Lediglich Arcadias Adresse, Bankverbindung und andere organisatorische Sachen besprachen die beiden. Arcadia solle bereits nach dem Wochenende anfangen.
Sie konnte es kaum glauben. So einfach hatte sie noch nie einen so vielversprechenden Job an Land gezogen. Alles wirkte zu gut um wahr zu sein. Es wirkte sogar beinahe so, als würde die Person am anderen Ende der Leitung kennen. Arcadia sah allerdings kein Grund zum Zweifeln. Sie erinnerte sich an einen ihrer ersten Jobs, und wie jener Job ihr Leben komplett auf den Kopf stellte. Sicherlich würde auch ihr neuer Job nur gutes verheißen.
Die Vergangenheit Revue passieren lassen

Arcadia wusste bereits seit sie ein kleines Mädchen war, was es heißt Verantwortung zu übernehmen. Sie und ihre kleine Schwester Rose wuchsen ohne Vater auf. Der hatte die Familie verlassen, als Mama Kate mit Rose schwanger war. Beide Kinder, vor allem aber Arcadia mussten also bereits früh lernen mit anzupacken.
Arcadia war dabei ein richtiger Segen für ihre Mutter. Kate musste nie um etwas bitten, für ihre Tochter war es selbstverständlich ihre Mutter so gut zu unterstützen wie sie konnte. So half Arcadia mit im Haushalt, kümmerte sich um ihre kleine Schwester Rose so als ob es ihr eigenes Kind wäre, und dazu nahm sie ihre schulischen Pflichten mehr als nur ernst und brachte stets gute Noten nach Hause.
Träume und Wünsche

Wie jedes junge Mädchen hatte auch Arcadia viele Träume. Sie träumte stets davon eine erfolgreiche und spannende Karriere zu haben, gutes Geld zu verdienen um sich einen hohen Lebensstandard leisten zu können. Auch wollte sie, wie vermutliches jedes kleine Mädchen, ihren Traumprinzen finden und mit diesem eigene Kinder haben. Alles, was sich Arcadia wünschte ging konträr mit der Situation in der sie sich jetzt befand.
Als Alleinverdienende und ungelernte Fachkraft ohne Hochschulabschluss verdiente Arcadias Mutter gerade genug, um die kleine Familie über Wasser zu halten, und ihr Traumprinz, Arcadias Vater, verließ die Familie als es brenzlig wurde.
Eine schreckliche Diagnose

Ein Grund warum Arcadia also so fleißig in allen Lebensbereichen, aber allen voran in der Schule war, war der, dass sie es eines Tages besser haben wollte. Ehe sie sich allerdings versah, wurden ihre Träume und Wünsche mit nur einem Wimpernschlag zunichte gemacht.
Als ihre Mutter eines Tages von der Arbeit nach Hause kam, war ihr Gesicht schmerz verzogen und sie konnte kaum sprechen geschweige denn atmen. Die kleine Arcadia ergriff sofort die Initiative und rief einen Krankenwagen. Im Krankenhaus dann die Schock-Diagnose: Mama Kate war an einer seltenen Krankheit erkrankt, die enorme Schmerzen im Abdomen verursacht und nur durch aufwendige Therapie gelindert, und mit etwas Glück auch geheilt werden kann.
Das Leben auf dem Kopf gestellt

Mit dem Gehalt einer Alleinerziehenden Mutter gab es aber schlicht keine Möglichkeit, wie sich Kate diese teure Behandlung hätte leisten können. Von einem Moment auf den anderen war die Zukunft und das Überleben der kleinen Familie in ernsthafter Gefahr. Die Ärzte gaben Kate schließlich den Rat, es zu Hause langsam angehen zu lassen und im besten Fall auch bei ihrer Arbeit zurückzutreten, um die Symptome und Beschwerden nicht noch schlimmer zu machen.
Aber wie sollte das gehen? Schließlich hatte Kate zwei hungrige Mäuler zu stopfen. Mit ihrer schweren Krankheit war es ihr plötzlich nicht mehr möglich zu arbeiten, und die Familie stand ohne Einkommen dar.
Unerträgliche Schmerzen

An manchen Tagen waren die Schmerzen, die Kate verspürte so schlimm, dass sie es kaum aus dem Bett schaffte. Ihre Mutte so zu sehen war für Arcadia nur schwer zu ertragen. Doch das kleine Stehaufmännchen ließ sich nicht unterkriegen und half ihrer Mutter wo es nur ging. Vom Wäsche waschen bis hin zum bügeln, kochen, putzen oder Rose bei den Hausaufgaben zu helfen.
Mama Kate war wirklich stolz auf ihr kleines Mädchen und konnte glücklicher nicht sein über die Tatsache, dass ihre Tochter bereits so erwachsen war und soviel Verantwortung zeigte. Aber gleichzeitig wusste Kate auch, dass es nicht ewig so weitergehen kann und wenn nicht mal etwas Geld in die Haushaltskasse kommen würde, die drei vor ernsthaften Problemen stehen würden.
Etwas musste passieren

Aber auch Arcadia selbst war smart genug um zu verstehen, dass die Familie nicht ewig von Luft und ihrer harten Arbeit zu Hause leben kann. Arcadia wusste, dass jemand einspringen musste. Ihre kleine Schwester ging noch zur Schule und ihre Mutter brauchte selbst bei den einfachsten Dingen Hilfe. Sie stellte also ihr eigenes Leben zurück, um ihrer Familie zu helfen.
Arcadia wusste, dass dies die einzige Möglichkeit war, wie sie alle drei überleben konnten.
Doch dies war alles andere als leicht für ein kleines Mädchen. Arcadia musste ihre Mutter füttern und baden und dafür sorgen, dass ihre Schwester in der Schule gute Noten schreibt. Dann musste sie sich um den Haushalt kümmern und obendrein einen Weg finden, Geld für ihre Familie zu verdienen. Wie sollte sie das alles bloß anstellen?
Auf Jobsuche

Also begann sie, in ihrer Nachbarschaft nach Jobs zu suchen. Arcadia konnte allerdings in keinem allzu weitem Radius suchen, denn schließlich musste sie in der Nähe ihres Hauses bleiben um in Notfällen sie in der Nähe ihrer Mutter sein zu können und zu helfen, falls Not am Mann war. Außerdem würden lange Pendelwege noch mehr wertvolle Zeit kosten, die Arcadia eben brauchte um sich um Rose, um ihre Mutter und um den Haushalt zu kümmern.
Kein Wunder also, dass es nicht viele Stellen gab, die für Arcadia in Frage kamen. Auch, weil sie eben noch ein kleines Mädchen war, dass ganz bestimmt nicht daran denken sollte, einen Job zu finden um ihre Familie zu ernähren. Letztlich tat Arcadia alles, was in ihrer Macht stand und versuchte sich an allem, was sie finden konnte. Sie erledigte Botengänge für Nachbarn, half ihnen bei der Pflege ihrer Gärten und putzte sogar Häuser und Wohnungen, um Geld zu verdienen und über die Runden zu kommen.
Harte Arbeit und wenig Zeit

Arcadia arbeitete hart. Ein gewöhnlicher Tag begann für sie um 5 Uhr in der früh. Sie kümmerte sich zunächst um ihre Mutter, machte dann Frühstück und begleitete Schwester Rose zur Schule. Anschließend ging sie arbeiten, wobei sie am Tag oft zwei oder sogar drei verschiedene Jobs machte. Am Nachmittag holte sie Rose von der Schule ab, kochte Mittagessen, half Rose bei den Hausaufgaben und kümmerte sich schließlich um den Haushalt. Nachdem sie für gewöhnlich noch einmal nach ihrer Mutter sah ging sie nochmal los um einige kleine Botengänge zu erledigen.
Natürlich bedeutete all diese Arbeit, dass Arcadia die Schule nicht weiter besuchen konnte. So herzzerreißend es auch war, Arcadia beschloss schließlich, ihre Träume einer eigenen Karriere vorerst beiseite zu legen und sich auf die Pflege ihre Familie zu konzentrieren.
Schwester-Liebe

Arcadia sorgte dafür, dass ihre Schwester zur Schule gehen konnte, weil sie wollte, dass ihre Schwester eine bessere Zukunft hat. Wenn schon nicht sie selbst einen guten Schulabschluss und eine erfolgreiche Karriere haben könnte, dann sollte zumindest ihre Schwester diesen Luxus haben. Sie trichterte ihrer kleinen Schwester deshalb immer wieder ein, dass sie fleißig lernen soll, damit sie einen guten Job ergattern kann und ihr Leben einfacher und besser sein würde, als dass ihrer Mutter oder Arcadias.
Mama Kates Herz schmerzte, als sie mit ansehen musste, wie ihre Tochter zur Alleinversorgerin der Familie wurde und ihre eigenen Träume aufgab nur um für sie und Rose da zu sein. Kate konnte es nicht ertragen, eine so große Last für ihre eigene Tochter zu sein, aber Arcadia ließ sie nicht eine Sekunde lang so denken.
Ein Lichtblick am Horizont?

Neben all der harten Arbeit schaffte es Arcadia schließlich doch hin und wieder etwas Zeit zu finden, um sich nach sicheren und besser bezahlteren Jobs umzusehen, die ihr mehr Zeit und Freiheit gaben, sich besser um den Haushalt zu kümmern, und bei denen sie nicht stets darum bangen zu müssen, morgen plötzlich keine Arbeit mehr zu haben. Und tatsächlich fand Arcadia an einem gemütlichen Nachmittag eine Stellenanzeige, die durchaus interessant klang. Es war ein Reinigungsjob, der mit wenig Stunden aber einer mehr als guten Bezahlung ausgeschrieben war.
Arcadia versuchte ihr Glück und rief bei der Nummer an. Am anderen Ende der Leitung meldete sich die Stimme eines alten Herren, der mehr als erfreut über Arcadias Anruf zu sein schien. Schon morgen würde sie ihren neuen Job antreten, der Arcadias Leben von Grund auf auf den Kopf stellen sollte.
Der erste richtige Job

Hatte Arcadia zuvor nur kleine Botengänge und zwielichtige, schlecht bezahlte Reinigung Jobs übernommen, zählte ihre neue Anstellung erstmals als richtige Arbeit. Arcadia war zu dem Zeitpunkt gerade einmal 14 Jahren, und hatte bereits einen ersten Vollzeitjob ergattert. Die Arbeit beinhaltete das Sauber machen und Instandhalten einer alten Villa.
Das Haus gehörte einem bekannten Militär Veteranen. Die Arbeit war nicht allzu schwer, sie musste nur regelmäßig aufräumen und fegen. Darüber hinaus wurde die Arbeit mehr als gut bezahlt, so dass Arcadia keine Gelegenheitsjobs mehr annehmen musste, um über die Runden zu kommen. Genau das, nach dem Arcadia gesucht hatte. Es wirkte wirklich wie ein Geschenk vom Himmel, dass sie diese Gelegenheit gefunden hat.
Treffen mit der Hausherrin

Arcadia arbeitete wirklich hart. Sie kam jeden Morgen überpünktlich an, machte so wenig Pausen wie möglich und hielt die alte verstaubte Villa der Militärs Familie so sauber wie nur irgend möglich. Sie hatte durch den neuen Job neuen Mut gefasst. Mit dem höheren Gehalt konnte sie ihre Familie versorgen und hatte durch die humanen Arbeitszeiten endlich mehr Freiheit sich besser um ihre Mutter und Rose zu kümmern.
Die Ehefrau des Veteranen war eine freundliche alte Dame. Als sie nach ein paar Tagen sah, wie engagiert und fleißig Arcadia war, war sie sehr beeindruckt von ihr. Im Laufe der Tage fand sie Gefallen an dem jungen Mädchen und schon bald kamen sich die alte Frau und Arcadia sehr nahe.
Eine tragische Geschichte

Je mehr Zeit die beiden miteinander verbachten, desto mehr gewöhnte sich auch Arcadia an die alte Dame. Es war fast so, als würde sie Zeit mit ihrer eigenen Mutter oder einer Großmutter, die sie niemals hatte, verbringen. Und so öffnete sich Arcadia immer mehr und erzählte schließlich warum sie überhaupt erst angefangen hat, für die Familie des Veterans zu arbeiten.
Als die Hausherrin von der Situation von Arcadias Familie erfuhr, war sie schockiert. Wie konnte eine so junge Frau mit all dieser Last umgehen? Das Herz der alten Dame schmolz dahin, als sie Arkadias Geschichte hörte, und sie wusste, dass sie diesem Mädchen helfen musste. Als erstes fragte sie Arcadia, warum sie ihre Mutter nicht zu einem Arzt gebracht hatten. Schließlich muss es doch etwas geben, um die Schmerzen der armen Mutter zu lindern. Arcadia gab zu, dass sie einfach nicht genug Geld hatten, um die Arztkosten zu bezahlen.
Eine großzügige Geste

Die Hausherrin konnte die Geschichte erst gar nicht glauben. Arcadia tat ihr unheimlich Leid und ihr war sofort klar, dass sie dem armen Mädchen und ihrer Familie helfen musste. Noch nie hatte sie so viel Leid und Kummer mit eigenen Augen gesehen. In jener Nacht konnte die alte Dame kaum ein Auge zudrücken. Immer zu musste sie an Arcadia und ihre Mutter denken. All das ging ihr unfassbar nahe.
Am nächsten morgen besprach sie schließlich alles mit ihrem Mann und auch dieser stimmte sofort zu, Arcadias Mutter in eine Klinik zu schicken und für die jegliche Behandlung finanziell aufzukommen, die sie benötigte. Noch am selben Nachmittag unterrichtete die Hausherrin Arcadia von der tollen Neuigkeit, und die konnte es kaum fassen, wie großzügig die beiden waren. Mit Tränen in den Augen umarmte sie ihre Chefin und eilte anschließend sofort zurück nach Hause um ihrer Mutter alles zu erzählen.
Eine teure Behandlung

Am morgen des nächsten Tages stand bereits ein Chauffeur samt Edelkarosse vor dem schlichten Einfamilienhaus, in dem Arcadias Familie lebte. Mit viel Mühe unter brennenden Schmerzen half Arcadia ihrer Mutter aus dem Bett und die beiden wurden nach einiger Zeit auf der Rückbank des Wagens, der von Arcadias Chefs geschickt wurde, zu einem Militärkrankenhaus etwas abseits der Stadt gebracht.
Die Ärzte waren hoffnungsvoll, dass Kate mit der richtigen Therapie schon bald schmerzfrei sein sollte. Auch wenn die Behandlung nicht gerade günstig war, die Hausherrin und ihr Ehemann waren mehr als bereit für alle Kosten aufzukommen. Arcadias Mutter war endlich in der Lage, ohne quälenden Schmerzen zu leben. Dennoch arbeitete Arcadia weiter in der Villa, und sie begann, vermutlich auch aufgrund ihrer Dankbarkeit, ihre Zeit dort zu genießen.
Ein Happy End?

Alles schien perfekt. Arcadias Mutter fühlte sich von Tag zu Tag besser und begann zunächst wieder einfache Arbeiten im Haushalt zu übernehmen, und so Arcadia zu entlasten. Schon bald kehrte sie zu ihrem alten Job zurück, und mit Arcadias Lohn von der Arbeit in der Villa war die Familie sogar erstmals in der Lage was für Notfälle zur Seite zu legen.
Aber die alte Dame war noch lange nicht fertig damit, Arcadia unter die Arme zu greifen. Etwa ein Jahr, nachdem sie ihre Arbeit in der Villa aufgenommen hatte, ermutigte die Dame Arcadia, ihre Schulbildung wieder aufzunehmen. Arcadia war hocherfreut, denn sie spielte stets mit dem Gedanken wieder zur Schule zu gehen, und nun konnte sie das endlich tun.
Zurück zur Schule

Arcadia konnte also nach all der Zeit, in der sie sich tagein tagaus schuftete um sich um ihre Familie zu kümmern und sich selbst völlig vernachlässigte konnte sie nun endlich wieder ihre eigenen Träume verfolgen, und sich die Karriere erarbeiten, die sie immer haben wollte. Und das alles nur dank der freundlichen Hausdame und ihrem Ehemann. Würde Arcadia nur halb so viel Energie und Zeit in ihre Schulbildung stecken, wie sie in den letzten Jahren in ihre Arbeit gesteckt hatte, würde einer prächtigen Zukunft nichts mehr im Wege stehen.
Arcadia ging also zurück zur Schule und meldete sich in einem Teilzeitmodell an. In der früh ging sie zum Unterricht und am Nachmittag putzte sie weiter in der Villa. Am Abend widmete sie sich, jetzt wo ihre Mutter wieder für den Haushalt zuständig war, den Hausaufgaben. So arbeitete sie sich in Windeseile zur Oberstufe durch.
Neue Verantwortung

Zu der Zeit als Arcadia in die Oberstufe kam, war ihre kleine Schwester Rose bereits in einem renommierten College eingeschrieben. Da ihre Schulkarriere nie unterbrochen wurde, und sie sich nicht aktiv um das Geldverdienen kümmern musste, war sie Arcadia also einige Jahre voraus. Dies bedeutete jedoch auf der anderen Seite, dass Arcadia erneut härter arbeiten musste, um die College Kosten ihrer Schwester zu decken.
Zwar hatte die Familie in den letzten Jahren einen kleinen Batzen an Geld ansparen können, doch die Ersparnisse, sowie das Gehalt von Mama Kate und das jetzt deutlich kleinere Gehalt von Arcadia reichten bei weitem nicht um die hohen Gebühren der Eliteschule zu decken, auf die Rose dank ihrer stets guten Noten, die sie dank Arcadias Unterstützung erzielte, gehen konnte. Wie üblich musste Arcadia also ehe sie sich versah erneut mit zahlreichen Verpflichtungen jonglieren. Doch dann passierte etwas, mit dem wohl niemand gerechnet hatte.
Unerwarteter Besuch

Eines Tages als Arcadia wieder mal völlig übermüdet nach einem harten Tag in der Schule in die Villa kam und ihre Arbeit begann, ahnte sie noch nicht, was gleich passieren würde. Sie war gerade damit beschäftigt im Foyer durchzuwischen als es plötzlich an der Eingangstür klopfte. Überrascht eilte Arcadia zur schweren Massivholz Tür und öffnete diese mit einem lauten Knirschen. Vor ihr stand ein junger durchaus gut aussehender und gut gebauter Mann vor ihr.
Der adrette Bursche war in eine teure Uniform gekleidet und ehe einer der beiden ein Wort herausbringen konnte, eilte auch schon die Hausherrin herbei, drückte Arcadia unachtsam zur Seite und umarmte den Jüngling fest und innig.
Der verlorene Sohn

Wie Arcadia zugleich erfuhr handelte es sich bei dem Schönling um den Sohn der Hausherrin, der, wie sein Vater, ebenfalls beim Militär angestellt war. Tatsächlich war er trotz seines jungen Alters bereits Lieutenant Colonel bei der Luftwaffe und nun für ein paar Monate zu Hause auf Heimaturlaub, bevor er zu zurückkehren müsste und zu einem neuen Einsatz abkommandiert wurde.
Die Hausherrin und ihr Ehemann konnten es kaum fassen und strahlten nur so vor Glück. Immerhin war es Monate, wenn nicht sogar Jahre her, dass sie ihren Sohn das letzte mal sahen. Und auch Arcadia war überrascht. Schließlich hatten weder die Hausdame noch ihr Ehemann jemals erwähnt, dass sie einen Sohn hatten.
Bahnt sich da etwa was an?

Es dauerte nicht lange bis sich der neu-alte Familienzuwachs wieder zu Hause eingelebt hatte und sich Arcadia als Harris vorstellte. Arcadia bemerkte recht schnell, dass der adrette junge Mann auffällig oft in ihrer Nähe zutun hatte und quasi gar nicht von ihrer Seite zu weichen schien.
Zunächst dachte sie sich nichts dabei, aber je mehr Zeit verging, desto offensichtlicher wurde es, dass Harris ein deutliches Interesse an der Haushälterin seiner Mutter hatte. Arcadia fühlte sich geschmeichelt. Noch nie hatte ein so gutaussehender und offensichtlich erfolgreicher und wohlhabender Interesse an ihr gezeigt. Es dauerte deshalb auch nicht lange, bis die beiden sich immer näher und näher kamen.
Junge Liebe

Nachdem die beiden in den letzten Monaten immer mehr Zeit miteinander verbrachten und Harris auch endlich den Mut aufbrachte, Arcadia nach einem Date zu fragen, wurde es immer offensichtlicher, dass die beiden sich verliebt hatten. Die beiden Turteltauben hingen quasi jede freie Minute aufeinander. Harris würde seiner liebsten sogar oft bei der Hausarbeit helfen, nur damit die beiden mehr Zeit miteinander verbringen konnten.
Das Verhalten ihres Sohnes und ihrer Hausmagd fiel selbstverständlich auch der Hausherrin auf. Und so nett und gutherzig sie auch war, und obgleich der Tatsache, dass sie Arcadia in der Vergangenheit mehr als nur einmal unter die Arme griff, dass ihr Sohn mit dem Dienstmädchen der Familie zusammen war oder dieses gar heiraten würde, das konnte sie nicht akzeptieren.
Eine Hochzeit auf Abwegen

Obgleich Harris Mutter gegen die Liebe der beiden war, so war Harris Vater Feuer und Flamme. Der alte Veteran war von Anfang an mehr als glücklich darüber, dass Arcadia den Job der Haushälterin übernahm. Noch nie hatte er eine Angestellte, die so gewissenhaft und detailverliebt arbeitete. Über die Jahre wurde das Mädchen wie eine Tochter für ihn, die er niemals hatte. Und obwohl er sich in der Regel aus solchen Dingen raus hielt, ergriff das Familienoberhaupt diesmal das wort, und gab den beiden Verliebten seinen Segen.
Nichts würde ihn schließlich glücklicher machen, als seinen Sohn glücklich an der Seite einer so tollen Frau wie Arcadia zu sehen. Die beiden ließen nicht lang auf sich warten, und nur 6 Monate nach denen sie sich das erste mal im Foyer des Anwesens trafen, heirateten die beiden.
Das beste aus der gemeinsamen Zeit machen

Arcadia und Harris wussten einfach, dass sie den Rest ihres Lebens miteinander verbringen wollten, und da keiner genau wusste, wann Harris wieder einberufen würde, oder wohin es ihn bei seinem nächsten Einsatz verschlagen würde, war beiden klar, dass sie so schnell wie möglich heiraten und ein gemeinsames Leben aufbauen wollten.
Und so zogen die beiden nur wenige Tage nach der Hochzeit gemeinsam in ein brandneues Haus, dass Harris mit den Ersparnissen aus seiner Dienstzeit beim Militär kaufte. Als Lieutenant Colonel verdiente er schließlich nicht schlecht, und da er zuvor abwechselnd in der Kaserne oder bei seinen Eltern lebte, konnte er genug Geld sparen, um ihm und Arcadia ein gutes Leben zu ermöglichen. Die beiden genossen fortan jede Sekunde, die sie miteinander hatten.
Fernbeziehung?

Das junge Familienglück und ihre gemeinsame Zeit sollten allerdings nicht lange halten. Nachdem die beiden monatelang ihre gemeinsame Zukunft planten und es kaum abwarten konnten, eine eigene Familie zu gründen und glücklich bis an ihr Lebensende zu leben, kam schließlich jener Tag, den sie so sehr versuchten zu verdrängen. Harris musste zurück zur Kaserne, um sich dort auf einen Auslandseinsatz vorzubereiten, ohne zu wissen, wann er von diesem zurückkehren würde.
Der Abschied fiel den beiden unfassbar schwer, und Arcadia war jeden Tag betrübter als am Tag davor. Sie arbeitete so hart und doch so vergebens um eine erfolgreiche Karriere zu haben, wurde aber jedes mal zurückgeworfen. Dann fand sie endlich ihren Traumprinzen, und ihr anderer großer Traum schien endlich in Erfüllung zu gehen, nur um dann wieder von ihr fortgerissen zu werden.
Brieftauben

Zwar schrieb Harris seiner geliebten Frau, wann immer er die Gelegenheit dazu hatte, aber dies half auch nicht viel, um die Einsamkeit zu heilen, die Arcadia nun wieder verspürte da ihr Mann fort war. Die beiden hielten den Kontakt über Monate allein über das Schreiben von Briefen aufrecht, oft mit wochenlangen Pausen dazwischen, in denen Arcadia fast wahnsinnig vor Sorge wurde.
Doch dann war plötzlich Funkstille. Arcadia hörte fast volle zwei Monate nichts mehr von ihrem Mann. Sie schlief kaum noch, verspürte keinerlei Appetit und verbrachte ihre Tage fast ausschließlich damit, nach draußen auf den Briefkasten zu starren. Und dann erreichte sie schließlich die herzzerreißende Nachricht ihres Mannes: Ein Großteil von Harris Bataillon wurde verwundet, noch mehr Soldaten starben und auch er mache sich keine großen Hoffnungen, lebend aus der Situation herauszukommen. Der letzte Brief an seine Frau sollte ein Abschiedsbrief und eine Liebesbekenntnis sein.
Eine schreckliche Nachricht

Was folgte waren Tage des Bangens und der Verzweiflung. War Harris tatsächlich im Auslandseinsatz verstorben? Oder bestand doch noch die Möglichkeit, dass er heil aus der ganzen Sache raus kam? Arcadia informierte sofort ihre Schwiegereltern und Harris Eltern über den schrecklichen Brief. Die Familie wollte in dieser schweren Zeit eng beieinander sein und so zog Arcadia für ein paar Tage zurück in die Villa.
Zwar war Harris Mutter seit der gemeinsamen Hochzeit der beiden nicht allzu gut auf Arcadia zu sprechen, die Trauer und Sorge um ihren Sohn ließ jeglichen Groll aber zunächst verschwinden. Und tatsächlich, nur wenige Tage nach dem dem schrecklichen Abschiedsbrief von Harris erhielt die Familie die Bestätigung, dass Harris Gefallen sei.
Eine trauernde Witwe

Arcadia war am Boden zerstört. Für einen kurzen Moment ihres Lebens fühlte sie endlich Frieden, sie fand Glück und fühlte sich zum ersten Mal seit langer Zeit nicht mehr allein, aber einfach so war alles weg und sie war wieder allein. Arcadias Schwester hatte zu dieser Zeit ihre Familie schon lange verlassen. Sie hatte eine gute Ausbildung und einen tollen Job, genau wie Arcadia es wollte, und so verließ sie ihre arme Familie und blickte nie zurück.
Der Schmerz über den Verlust seines Sohnes führte auch bei Harris Vater nach wenigen Monaten zum Tod. Das hohe Alter und sein ohnehin schon schwaches Herzen hielten den Schock und die Trauer nicht aus. Und so blieb Arcadia nur ihre mittlerweile ebenfalls alte und kranke Mutter.
Zurück an die Arbeit

Zwar hatte Harris im Militär gut verdient, aber hat eben sein ganzes Erspartes und das ganze Gehalt seiner Laufbahn in den Kauf und die Renovierung ihres Hauses gesteckt. Als Witwe und mit ihrer kleinen Schwester über alle Berge blieb ihr also nichts anderes übrig, als sich wieder einen Job zu suchen. Harris Vater war ebenfalls fort und seine Mutter war nicht gut auf Arcadia zu sprechen. Trotzdem fasste sich die alte Dame ein Herz, und bot der verzweifelten Arcadia an, erneut in dem Anwesen für sie zu putzen.
Also kehrte Arcadia schließlich wieder zurück zu ihrem alten Job und arbeitete weiter im Herrenhaus. Die Last, für ihre Familie und ihre alte und kranke Mutter zu sorgen, lag wieder einmal auf ihren Schultern. Das Gute daran war jedoch, dass die Arbeit sie von ihrer Einsamkeit und ihrem Kummer ablenkte, und so stürzte sie sich wieder voll in die Arbeit.
Alte Routinen

Es vergingen einige Jahre, die sich fast genauso anfühlten wie damals, als Arcadia das erste mal das alte Herrenhaus betrat. Arcadia war nun aber deutlich älter, die Arbeit fühlte sich deutlich schwerer an und die Hoffnung in ihrem Herzen auf eine glückliche Zukunft war ebenfalls fort. Sie war nicht mehr das junge Mädchen von damals, dass tief in ihrem inneren glaubte, sie könne eines Tages glücklich werden. Zuviel war seitdem passiert.
Im sechsten Jahr nachdem ihr Ehemann Harris gefallen war, verstarb Arcadias Mutter an einem verregneten Sonntagmorgen. Sie war bereits seit vielen Jahren gesundheitlich angeschlagen und ging friedlich im Schlaf. Als ihre Mutter starb, fühlte sich Arcadia noch verlorener. Sie hatte sich so lange um sie gekümmert, dass eine Welt ohne sie sich hoffnungslos anfühlte.
Eine neue Bestimmung

Zu jener Zeit sah Arcadia vier Kinder auf der Straße. Es regnete an diesem Tag in Strömen, und die Kinder kauerten zusammen und versuchten sich warm zu halten. Als Acadia sie ansprach und fragte, wo ihre Eltern seien, sagten sie, dass Mama und Papa sie zum Spielen im Park gelassen hätten, aber nicht wiedergekommen seien.
Arcadias Herz schmolz bei diesem Anblick dahin, denn sie wusste genau, wie es war, allein und ein trauriges und verzweifeltes kleines Kind zu sein. Sie hatte nicht viel, aber genug, um zu teilen, also brachte sie die Kinder zurück nach Hause und stürzte sich wieder in die Arbeit, um diesen Kindern alles zu geben, was sie brauchten.
Eine großartige Mutter

Arcadia sorgte dafür, dass die Kinder, genau wie ihre Schwester, eine gute Ausbildung erhielten, so dass sie sie aufs College schicken konnte. Arcadia arbeitete hart, um alle Kosten zu decken, und die vier Kinder wuchsen unter ihrem Einfluss glücklich und erfolgreich auf. Das älteste Kind bekam bald einen gut bezahlten Job in einer anderen Stadt.
Es dauerte nicht lange, bis sie sich an Arcadia wandte und ihr mitteilte, dass sie ihre Geschwister zu sich holen möchte, um den Kindern ein besseres Leben und bessere Chancen zu geben. Sie sei dankbar für alles was Arcadia getan habe, denn ohne sie wäre sie nicht dort, wo sie heute ist. Aber mit Arcadias fortschreitendem Alter sei es das beste, wenn die Kinder bei ihrer ältesten Schwester leben. Arcadia willigte natürlich ein, obgleich das bedeutete, dass sie erneut allein war.
Eine Ära geht zu Ende

Zu allem Übel starb Arcadias Chefin, die alte Hausdame, an Altersschwäche, kurz nachdem Arcadias Kinder ausgezogen waren. Es war ein trauriger Tag für Arcadia. Immerhin hatte sie fast ihr gesamtes Leben in diesem Haus verbracht. Ihr erster Job, und das erste mal, dass sie Verantwortung übernehmen musste spielten sich in dem Anwesen ab. Das erste mal, dass sie Hoffnung verspürte, als die Hausherrin ihrer Mutter half oder sie zurück zur Schule schickte. Ihren Traumprinzen traf sie ebenfalls dort. Aber auch all der Kummer und der Schmerz, den Arcadia widerfahren hat ist tief verbunden mit dem Anwesen.
Es fühlte sich merkwürdig an, das letzte mal aus der Tür der Villa zu schreiten und zu wissen, sie würde nie wieder zurückkehren. Arcadia hatte keine Arbeit mehr, sie war völlig einsam, lebte von ihren Ersparnissen und hielt sich mit kleinen Gelegenheitsjobs über Wasser.
Zurück in der Gegenwart

Es war zu jener Zeit, als Arcadia immer mehr mit ihrer Gesundheit zu kämpfen hatte und schließlich eine kurze Zeit Auszeit nahm, ehe sie sich erneut nach einem richtigen Job umsah. Schließlich fand sie jenen Job einer Hausherrin, die erst kürzlich in eine große Villa am Stadtrand gezogen war und ein Dienstmädchen suchte, dass Reinigungsaufgaben in dem Haus übernahm. Arcadia schlief an diesem Wochenende alles andere als gut.
Es war so viel Zeit vergangen, seit sie das Herrenhaus verlassen hatte und sie wusste schlicht nicht, ob sie den Aufgaben des Jobs gewachsen sein würde. Außerdem war da noch die Tatsache des seltsamen Telefonats. Die Frau am anderen Ende der Leitung gab ihr diesen mehr als hochbezahlten Job ein bisschen zu selbstverständlich. Es half schließlich nichts, Arcadia würde nichts anderes übrig bleiben, als sich selbst ein Bild von dem ganzen zu machen.
Der erste Tag

Als Arcadia an jenem Montagmorgen durch die große Eingangstür des Herrenhauses trat, war sie verblüfft. Das Haus war in ausgezeichnetem Zustand und es gab buchstäblich nichts für sie zu tun. Das Anwesen war überraschenderweise auch ziemlich leer. Es war mucksmäuschen still und fast schon beängstigend ruhig. Als sie zuvor am Grundstück ankam und an der Tür klingelte war dort auch niemand der Tür ihr die Tür öffnete.
Nur ein Zettel mit der Aufschrift "Hereinspaziert" klebte am Eingang. Arcadia bemerkte schließlich, das auf einem kleinen Holztisch neben der Tür ein weiterer Zettel lag. Die junge Frau und Besitzerin des Hauses, die sie eingeladen hatte, wollte sich mit Arcadia zum Frühstück im Esszimmer treffen.
Eine gelungene Überraschung

Als sie das Esszimmer betrat, traute Arcadia ihren Augen nicht. Vor ihr standen die vier blonden Kinder, die sie vor Jahren gerettet hatte. Sie umarmten ihre Ziehmutter herzlich und sagten ihr, dass dies ihr neues Zuhause sein würde. Arcadia war überglücklich, als die Kinder ihr sagten, dass sie alle zusammen mit ihr in dem Haus wohnen würden, wenn sie wollte.
Endlich war sie nicht mehr allein. Nach allem, was Arcadia durchgemacht hatte, gaben diese vier Kinder ihr endlich die Liebe und Fürsorge, die sie verdient hatte. Arcadia hatte ihr ganzes Leben damit verbracht, sich um andere Menschen zu kümmern, aber die vier Kids sorgten nun endlich dafür, dass Arcadia von nun an das Leben leben konnte, das sie sich so sehr verdient hatte.